Baustellengespräch Nr. 1

 

Es geht auf das erste Baustellengespräch zu. Leider konnte unser ausdrücklicher Wunsch nach einem bestimmten Bauleiter (der uns aufs Wärmste empfohlen wurde) nicht erfüllt werden. Somit trafen wir unseren künftigen Bauleiter, den netten Herrn von der EnBW sowie unseren Erdarbeiter auf der Baustelle. Von der Stadt wegen des Wasseranschlusses wollte niemand teilnehmen und so bleibt auch die Entscheidung über die Art des Hausanschlusses an uns hängen. Mal sehen ob wir hierzu noch beraten werden.

 

Das Treffen verlief eher ernüchternd. Unsere Fragen konnte unser Bauleiter nicht beantworten da er nicht zuständig ist. Unserem Erdarbeiter wurden Dinge versucht Dinge aufzutragen mit denen er nicht gerechnet hatte diese ausführen zu müssen und somit war dieser natürlich nicht erfreut weil er uns natürlich nicht eine riesige Rechnung schicken will und es dann heißt „der hält sich nicht an seine Angebote“. Aber wir waren ja zum Glück dabei und wissen was da wohl auf uns zukommt.

 

Desweiteren müssen wir noch einen Baustromzählerkasten organisieren obwohl wir den Strom von den Eltern von einem extra Starkstromanschluss beziehen wollen. Bis jetzt hat uns darüber niemand aufgeklärt. Desweiteren einen Elektriker der einen Antrag stellt damit die EnBW zum anschließen kommt. Einen befugten Flaschner der den Wasseranschluss legt und zu guter Letzt wurden wir nach einem Stellplatz für zwei Tieflader gefragt. Hintergrund hierfür ist folgender: Da unser Bauträger doch einige Kilometer entfernt ist möchten sie die zwei Tieflader mit dem Haus drauf von Freitag bis Sonntag in der Nähe der Baustelle abstellen um pünktlich montagmorgens aufstellen zu können. So weit so gut, da haben wir nix dagegen. Leider können wir unserem Bauleiter nicht sagen wo zwei Tieflader 3 Tage parken dürfen. Heinz hatte eine Idee die er ihm gesagt hat. Das ist jedoch nur eine Vermutung. Da in der Gegend aber derzeit noch mehrere Häuser gestellt werden die terminlich vor uns dran sind wird Bittermann & Weiss für die Platzierung der Tieflader sicherlich eine Lösung finden.

 

Dann wurde noch ein ca. 6-seitiges Formular mit sehr vielen Kreuzchen versehen in einem Tempo dem ich nicht so richtig folgen konnte und uns zur Unterschrift vorgelegt. Was wir unterschrieben haben wissen wir nicht so im Detail J Ich habe einen Durchschlag im Nachgang angefordert.

 

Desweiteren Probleme könnte es mit den Garageneinfahrten der Nachbarn geben. Die haben nämlich berechtigterweise Angst um ihre Pflastersteine wenn dort tonnenschwere Lastzüge drüber fahren. Von uns aus ist die Lösung ganz einfach: Es wird einfach nicht darüber gefahren – wenden kann man dort eh nicht. Also gerade rein und rückwärts wieder gerade raus. Offensichtlich ist unser Bauleiter aber von vornherein der Meinung das sich Schäden nicht vermeiden lassen und wir alles fotografieren sollten.

 

Unser Erdarbeiter kann seltsamerweise mit Bagger und Co. aber so auf die Baustelle fahren das die Einfahrten nicht passiert werden müssen.

 

Naja wir werden sehen – so leicht geht das nicht. Schließlich werden wir die Schäden bezahlen müssen.

 

Den nächsten Schock bekam ich als ich hörte, dass für unseren Keller ein ca. 3,30 m tiefes Loch gegraben werden soll! Das erschien mir doch sehr tief. Und nicht ganz unberechtigt machen wir uns Sorgen ob wir überhaupt so weit nach unten kommen.

 

Hatten wir erwähnt das unser Baugebiet „Steinige Halde“ heißt – ach und das das Haus von Heinz und Evi auf einer Felsplatte sitzt die man vor 30 Jahren sprengen wollte? – Ich glaube nicht.

 

So – ich also grade von meinem Schock erholt und wieder fähig logisch nachzudenken frage also unseren Bauleiter was wir denn machen wenn wir nicht so tief runter kommen. So eine richtig beruhigende Antwort waren die Alternativen Sprengen oder aufmeißeln für mich nicht. Aber eine andere bekam ich von ihm nicht. Ach und nicht zu vergessen, dass die Kosten natürlich der Bauherr trägt.

 

Wir hatten einige Fragen bzgl. der Kellerdämmung, da wir ja unser Material und die Lichtschächte bestellen mussten. Bekamen aber nur zur Antwort das er nicht zuständig ist und das sein Kollege macht.

 

Dann verschwand er schnell zum nächsten Termin.

 

Wir standen da wie zwei begossene Pudel und waren jetzt auch nicht viel schlauer als vorher außer das wir uns einem riesen Berg voller Fragen und auf uns zukommende Probleme gegenüber sahen. Zum Glück haben wir unseren Erdarbeiter der 1. Zeit und 2. Geduld hatte uns einiges zu erklären.

 

Er fuhr dann sogar noch mit uns zu der Wiese wo der Aushub lagern soll der wieder verwendet wird, da wir leider auf dem Bauplatz keinen Platz dafür haben.

Dort klärte er uns auch noch über die „worst case“ Situation bzgl. der Bodenbeschaffenheit auf. Also selbst wenn wir auf Bodenklasse 7 stoßen sind wir nicht finanziell ruiniert oder müssen den Sprengmeister rufen. Es wird dann zwar teurer aber er kann eine Felsplatte dann „brechen“ und abtragen.

 

Damit waren wir, besonders ich, dann doch wieder einigermaßen beruhigt und sehr froh ihn mit den Erdarbeiten beauftragt zu haben da wir uns bei ihm gut aufgehoben fühlten. Er wollte evtl. Probleme mit uns gemeinsam kostengünstig vor Ort lösen.

 

Wie wir finden: So muss es sein!