Am Montag hatten wir volles Programm.

 

Schon morgens um halb sieben rückten zwei Schreiner von Bittermann und Weiss an um unsere beiden Haustüren zu montieren. Das Ergebnis gefällt uns sehr gut! Der Türeneinbau war um ca. 11 Uhr so weit abgeschlossen das der BlowerDoor-Test zeitnah starten konnte. Unser Baubegleiter war auch schon etwas früher vor Ort da wir noch einige Dinge zu besprechen hatten. Die Aussenfassade war immer noch nicht fertig seit 9 Wochen, das Gerüst stand noch – naja bzw. hing ziemlich krumm in der Kurve. Durch den vielen Regen ist der Boden auf einer Seite doch deutlich abgesackt und hat das Gerüst gefährlich nahe an die Fassade gebracht. Wir einigten uns die gesamte Aussenanlage nicht abzunehmen. Auch keine Fenster von außen oder dergleichen.

 

Der BlowerDoor-Test wurde von einem extern Beauftragten Herrn durchgeführt was uns natürlich lieb war. Leckagen gab es im kompletten Obergeschoss an allen Fenstern. Sofort wurden alle Rollladenverkleidungen abgenommen, nochmal extra abgedichtet und noch fester verschraubt – Problem behoben. Andere Undichtigkeiten stellten sich nicht heraus womit wir auf einen Wert von 0,77 kamen mit dem wir natürlich mehr als zufrieden sind (ein Passivhaus muss 0,6 erfüllen).

 

Da auch die Heizungsbauer vor Ort waren stand die Frage im Raum Wasser auf die Leitungen zu lassen da wir auch gerne wissen wollten ob Warm- und Kaltwasser richtig herum angeschlossen war da wir die Sanitärinstallation ja selber durchführen und daher das letzte mal jemand vor Ort war. Wie sich herausstellte eine mehr als kluge Entscheidung denn leider kam das Wasser an unserem geplanten Regenduschkopf an der Decke im großen Bad nicht vorne raus wo es eigentlich sollte sondern etwa 15 cm weiter hinten an der Kopplung wo die Leitung damals verlängert wurde weil sie falsch gemessen wurde. Somit kam das Wasser ziemlich schnell durch die noch nicht verspachtelten Platten an der Decke. Sofort wurde oben ein Stück abgenommen um abschätzen zu können wie viel Wasser sich in der Dämmung verteilt hatte. Wir bestanden darauf die Stelle an der Decke und an der Wand großzügig zu öffnen, die nasse Dämmung rauszuholen und wieder zu verschließen. Dem wurde sofort anstandslos zugestimmt und nach dem Öffnen konnten wir auch feststellen das nur wenig Dämmung nass geworden war. Die Kopplung hat wohl einen Materialfehler und wurde ausgetauscht und erneut getestet. Jetzt ist alles dicht. Wir waren unendlich froh Wasser auf die Leitungen gelassen zu haben. Nicht auszumalen der Schaden der angerichtet worden wäre wenn im fertig gefliesten Bad das Wasser hinter der Wand runtergelaufen wäre!

 

Wir begannen mit der Abnahme im Keller. Die Fenster wurden noch am selben Tag komplett nachgestellt da doch einige knackten und sich noch nicht optimal bedienen ließen. Ein Fensterrahmen in der Küche wird ausgetauscht da er einen Kratzer hat. An drei Fensterbänken haben wir ebenfalls kleinere Macken festgestellt die noch ausgebessert werden da auch noch eine Verkleidung an unserem Badezimmereingang gibt.

 

Sonst gab es nichts zu meckern.

 

Die Heizung- und Lüftungsanlage war noch ein kleinerer Streitpunkt. Die Heizung lief jetzt seit 6 Wochen auf dem Estrichtrocknungsprogramm und hat inzwischen über 4000 Kilowatt Strom gefuttert. Wir hatten uns gefragt warum das Programm nicht wie geplant nach 4 Wochen auf Normalbetrieb umgestellt wurde. Tja – eine Antwort wusste keiner und so sind wir schließlich von selbst drauf gekommen. 2 Wochen nach Estricheinbau wurde die Heizungsanlage von Baustrom auf Hausstrom umgeklemmt. Dabei startete das Programm von vorne und leider bemerkte dies niemand. Ein Punkt der uns doch ärgerte da bei diesem Stromverbrauch 2 Wochen (wenn auch auf Niedrigtemperatur) doch ins Gewicht fallen. Wir forderten Betrag x dafür und bekamen Betrag y mit dem wir nicht so ganz zufrieden sind. Aber gut man kann eben nicht alles haben J

 

Wir waren eigentlich nicht bereit die Heizung schon voll zu bezahlen da die Lüftung noch nicht läuft und ja auch noch nicht eingemessen ist. Unser Bauleiter blieb aber mehr als hartnäckig und wir einigten uns darauf die Lüftung anzuschalten um zu sehen das sie auch wirklich funktionstüchtig ist. Die Lüftung lief und somit einigten wir uns lediglich auf einen Einbehalt da die Einmessung noch fehlt.

 

Einen Haarriss im Estrich ließen wir uns ebenfalls vergüten da wir nicht die Zeit haben bis nächsten Jahr auf jemanden zu warten der das verharzt. Wir verlegen sowie einen schwimmenden Bodenbelag da ist es erstmal egal.

 

Rollläden und Raffstores liefen ebenfalls einwandfrei.

 

Die Außenfassade haben wir komplett nicht abgenommen da ja noch alles fertig ist.

 

Alles in allem sind wir doch zufrieden und starten jetzt vollends mit dem Innenausbau durch.